Festakt

Feierlicher Festakt am 7. Mai 2005 am Gründungsort Hüsten in den Jahren 1930 und 1953


Mit "eingeläutet" wurde der Festakt im bisherigen Jubiläumsjahr mit einem feierlichen Festgottesdienst mit Pfarrer Dietmar Röttger, Propst Dr. Achim Funder und Abt Stephan Schröer OSB, in der Hüstener St. Petri Kirche. Die angeschlossenen 58 Vereine, Gesellschaften und Bruderschaften mit ihren Fahnenabordnungen, Vertreter aus den benachbarten Kreisschützenbünden und eine große Schar von Gästen hatten die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt. Musikalisch sehr beeindruckend umrahmt wurde das Festhochamt durch das Symphonieblasorchester des Volksmusikerbundes HSK unter der Leitung des Kreisdirigenten Ernst-Willi Schulte und dem Organisten Peter Volbracht. 

 

Propst Dr. Achim Funder hob in seiner Predigt die besondere Bedeutung der Schützen im christlichen Sinn hervor. Alle Schützenbrüder und Schützenschwestern forderte er auf, sich immer wieder an ihre christlichen Wurzeln zu erinnern, die Ideale des Schützenwesens "Glaube, Sitte und Heimat" besonders im Alltag zu verteidigen und dabei die Andersgläubigen tolerant in die Gemeinschaft aufzunehmen. 

 

Mit seinem Grußwort an die nahezu 600 Gäste eröffnete Kreisoberst Friedel Esser den zweistündigen Festakt in der Schützenhalle Hüsten. Tief besinnlich und doch von höchster Aktualität das Fazit seines Grußes: "Man kann das Lied der Freiheit nicht auf dem Instrument der Gewalt spielen…" 

 

Kreisgeschäftsführer Dietrich Dönneweg moderierte sehr gekonnt durch den Festakt und bat alle Gäste, sich in das Gästebuch des Kreisschützenbundes einzutragen. Der Bundesoberst des SSB Klaus Rappold dankte den Gründern und den Schützenbrüdern, die in der Vergangenheit den Kreisschützenbund gelenkt und geleitet haben. Sie haben dieses feste Fundament geschaffen, auf dem man heute und in der Zukunft sicher aufbauen kann. Im Zeitalter von Internet und Email seien persönliche Kontakte besonders wichtig geworden.

 

Zitat: "Wir Schützen pflegen diese Kontakte. Niemand wird bei uns abgedrängt. Jeder ist wertvoll durch das, was er ist und nicht durch das, was er hat.

 

Für alle vertretenen Bürgermeister übermittelte Arnsbergs Bürgermeister Hans-Josef Vogel die besten Wünsche. Er erinnerte an die Höhen und Tiefen, die der Sauerländer Schützenbund aufgrund der politischen Verhältnisse zu erdulden und erleiden hatten. Vogel weiter: "Wir brauchen die Schützen, wir brauchen die traditionellen Werte des Schützenwesens, weil sie das Leben in unseren Städten, Gemeinden und Dörfern unverwechselbar und liebenswert machen.

 

Der Landrat des Hochsauerlandkreises Franz-Josef Leikop griff diese Werte des Schützenwesens auf und stellte in seinem Grußwort fest, dass die Arbeit der Schützen prägend für den Begriff Heimat, Fundament für Toleranz, Achtung und Hilfe sei. Schützen im heimischen Sauerland würden niemals müde, sich integrierend und sozial zu engagieren. 

 

Der frisch in den Kreisvorstand gewählte Kreisjugendsprecher Sebastian Kelle stellte sein Grußwort unter das Motto: "Nur die Mischung macht’s."

Gerade die funktionierende Schützengemeinschaft aus Jung und Alt beweise, dass immer wieder eine gesunde Basis nachwachse. Sein Appell: "Gründen Sie eine Jugendabteilung und Sie werden einen zusätzlichen Schritt nach vorne machen."

 

Abt Stephan Schröer OSB, aus der Benediktinerabtei Königsmünster in Meschede bekam für seinen Festvortrag, mit dem er humorvoll sowohl die Bibelauslegung, die Ordensregeln des Hl. Benedikt und die Schützenideale Glaube, Sitte und Heimat analysierte, stehende Ovationen.

 

Treffender als Karl-Heinz Keller, Mitarbeiter der Westfalenpost, hätte man den Festvortrag von Abt Stephan nicht zusammenfassen können: „Es gelang ihm, die vor 1500 Jahren aufgestellten Regeln des Hl. Benedikt in die heutige Zeit zu übertragen und die Begriffe Glaube, Sitte, Heimat mit dem Benediktinischen Leitwort 'ora et labora' zu verbinden. Aus dem Glauben die Kraft für den Alltag schöpfen; sich ehrenamtlich engagieren, soziale Aufgaben übernehmen und offen sein gegenüber Gott und den Menschen; sich auf die Wurzeln der Heimat zu besinnen, den Fremden Gastfreundschaft gewähren und ihm Heimat vermitteln. Zu den Regeln des Hl. Benedikt zähle auch sieben Stunden Schlaf, sieben Stunden Arbeit, drei Stunden Gebet und Lesen in Büchern der Bibel und den Rest des Tages mit Mahlzeiten und Mußestunden ausfüllen. Christliche Muße bedeute auch mal, ein oder mehrere Glas Bier oder Wein zu trinken…." 

 

Bevor der offizielle Abschluss des Festaktes mit dem Großen Zapfenstreich, gespielt vom Symphonischen HSK-Blasorchester und des Spielmannzuges Vosswinkel (Leitung Alfons Hallermann) bedankte sich der Kreisoberst Friedel Esser nicht nur beim Abt Stephan Schröer für sein rhetorisches Meisterstück. Sein Dank galt den Geistlichkeiten für den Festgottesdienst, den beiden Musikkapellen und der Freiwilligen Feuerwehr Hüsten.

Einen besonders herzlichen Dank schön richtete er an die Schützenbruderschaft Hüsten. 

 Mit einem Zitat aus der Freiheit Hüsten beendete er den offiziellen Teil: "Das Stündchen, in dem man mit guten Freunden ein Glas Bier trinkt, dieses Stündchen kann nicht lange genug dauern."


Begrüßung durch den Kreisoberst Friedel Esser
Begrüßung durch den Kreisoberst Friedel Esser

Grußworte Bundesoberst Klaus Rappold
Grußworte Bundesoberst Klaus Rappold

Glückwünsche von Arnsbergs Bürgermeister Hans-Josef Vogel
Glückwünsche von Arnsbergs Bürgermeister Hans-Josef Vogel

Grußworte des HSK-Landrates Franz-Josef Leikop
Grußworte des HSK-Landrates Franz-Josef Leikop

Abt Stephan Schröer (OSB) gratuliert Kreisoberst Friedel Esser
Abt Stephan Schröer (OSB) gratuliert Kreisoberst Friedel Esser