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Schießen im Kreisschützenbund Arnsberg
Vogelschießen
Das Bauen der Schießbahnen für das Freischießen
war stets mit großem Aufwand verbunden und beanspruchte viel
Platz. Deshalb suchte man nach einfacheren Möglichkeiten und
wechselte nach und nach zum weitaus einfacheren Vogelschießen
über.
Hierbei musste ein aus mancherlei Material geschnitzter Vogel von
einem erhöhten Punkt, sei es aus einem Baum oder von einem
Dachfirst, abgeschossen werden. Beschädigung des Dachfirstes
und das gefährliche Besteigen zur Befestigung des Vogels in
einen Baum auszuschließen, ging man dazu über, das Gefieder
auf eine eigens dafür hergerichtete Holzstange zu setzen. Diese
Holzstange erhielt sehr schnell einen eigenen Namen und wurde allerorts
bald nur noch als Vogelstange bezeichnet. An der Spitze einer Vogelstange
befanden sich entsprechende Vorrichtungen, an der der Schützenvogel
befestigt werden konnte. Ein scharnierähnliches Gestänge
am Fuße der Vogelstange vereinfachte das Aufrichten. Dieses
wurde mit vereinten Kräften, Seilen und Schubstangen bewältigt.
Im Kreisschützenbund Arnsberg wird zur Ermittlung eines Schützenkönigs
überwiegend auf den Vogel geschossen. Vielfach ist das oft
kunstvoll aus Holz geschnitzte Tier dem Bildnis des stolzen Adlers
nachempfunden. Auch hier gibt es in unserem Kreisschützenbund
Ausnahmen. Bei der Schützenbruderschaft St. Maria Magdalena
in Bruchhausen schießt man auf eine „Ente", und
die Schützen der Bruderschaft unter dem Schutz des hl. Antonius
Eremit in Herdringen ermitteln ihren Schützenkönig durch
das Schießen auf eine „Krähe". Bei einigen
Vereinen ermittelt man durch „Sternschießen“ den
Regenten.
Geckschießen
Bei fast allen Vereinigungen in unserem Kreisschützenbund wird
auch das Geckschießen durchgeführt. Nach dem Abschuss
des Schützenvogels wird in einem zweiten Schießdurchgang
durch Abschießen einer lustigen Figur der „Geck"
ermittelt. (Der Geck, man nannte ihn auch „Paias", ist
den Hofnarren nachempfunden, bunt gekleidet und trägt eine
Narrenkappe). Am Anfang eines Schützenumzuges sorgte er für
Platz und Ordnung, belustigte die Zuschauer und die Gäste des
Schützenkönigs.
Heute gibt es den „Geck" in dieser Form nicht mehr. Vielfach
ist er der Stellvertreter des Schützenkönigs, oder die
Vereine nutzen den zweiten Schießdurchgang auf den Geck zur
Ermittlung des Jungschützenkönigs.
Sportschützen
Die Anfänge des sportlichen Schießens
im Kreisschützenbund Arnsberg begannen im alten Kreis Arnsberg
der 1960er Jahre.
Ein genaues Datum ist heute nicht mehr zu ermitteln, jedoch bildeten
einige Schützenbruderschaften, Schützenvereine und Schützengesellschaften
Schießsportabteilungen, um sich im sportlichen Wettkampf in
einer für die Gegend neuen Sportart zu messen.
Erstmalig stellte sich der Sauerländer Schützenbund mit
seinem Kreisverband, dem Kreisschützenbund Arnsberg, 1963 hinter
diese „Sportschützen" und veranstaltete ein großes
Pokalschießen, welches seitdem jedes Jahr ausgetragen wird.
Schützen des Sauerländer Schützenbundes und damit
auch des Kreisschützenbundes Arnsberg sind seitdem auf allen
Ebenen des Schießsportes vertreten und haben hervorragende
Ergebnisse im Schießsport erzielt.
Im Kreisschützenbund Arnsberg wurde auf der Kreisversammlung
in Oeventrop am 04. April 1968 Helmut Steinberg zum ersten Kreisschießmeister
gewählt. Noch im selben Jahr wurden die ersten Kreismeisterschaften
in Sundern durchgeführt, bei denen bereits 11 Schützenvereinigungen
bzw. Schießsportgruppen teilnehmen konnten. Nachfolger von
Helmut Steinberg wurde 1978 Werner Beringhoff aus Langscheid, der
dieses Amt im Jahre 1992 an Konrad Heller aus Warstein übergab.
Bei der Kreisversammlung 2004 wurde alsdann als Nachfolger Dietrich-Wilhelm
Dönneweg aus Sundern gewählt. Im Jahre 2005 wurde
aufgrund der Wahl des bisherigen Kreisschiessmeisters
Dietrich-Wilhelm Dönneweg zum Kreisgeschäftsführer, Manfred Höttger
zum Kreisschießmeister gewählt. Im Jahre
2011 wählte die Kreisversammlung Peter Wey aus
Sundern-Stemel zum Kreisschießmeister.
Nach dem Stand vom 01. Mai 2004 gehören dem Kreisschützenbund
Arnsberg 38 Schießsportgruppen mit ca. 2.000 Sportschützen
an. Diese Schützengemeinschaft hat durch sportliche Erfolge
und ihre ständige Jugendarbeit ihren Stellenwert bekundet.
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| Kreisschießmeister
Peter Wey |
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Wappen
- Sportschützen |
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| Partnerschaftsurkunde
Westfälischer Schützenbund e.V.
Kreisschützenbund Arnsberg e.V. |
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